Wer wir sind
Danubia ist eine österreichische, farbentragende Studentenverbindung,
katholischer, männlicher Schüler und Hochschüler und Absolventen
dieser Schulen. Das bedeutet, dass Schüler ab der Oberstufe in unsere
Gemeinschaft aufgenommen werden können. 1919 gegründet, 1929 vertagt,
1962 reaktiviert und seither am blühen und gedeihen, hat Danubia ihren
Sitz in Wien, näherhin in der Fuhrmannsgasse 18a; 1080 Wien.
Was wir tun
Wir Farbstudenten sind die Nachfolger jener lebensfrohen Studentenschaft,
die wenn sie nicht studierte auch manche Stunde im Karzer saß, um Disziplinarstrafen
abzusitzen, die in jenen längst vergangen Tagen noch die Universitätsgerichtsbarkeit
verhängen durfte. Heute sind wir von der Sorte, denen der eigene Schulzweig,
die eigene Fakultät einfach als ein zu kleiner Teller erscheint, selbst
wenn man über dessen Rand hinausschaut. Wir sind eine Lebensgemeinschaft,
von Individualisten, die allerdings das Bekenntnis zu unseren vier Prinzipien
religio, patria, amicitia und scientia verbindet. Äußerlich erkennt
man unsere Zusammengehörigkeit an unserem „Couleur“, wie
Band und Mütze heißen.
Religio
Das Fundament des Lebens. Wir sind katholische Christen, durch die Taufe haben
wir das unauslöschliche Siegel Christi empfangen, zu ihm und seiner Kirche
gehören wir und bekennen wir uns, gleich wo und ob es uns angenehm ist
oder nicht.
Auf unserem Lebensweg versuchen wir Tag für Tag bewusst als Christen
dem Anspruch des Evangeliums gemäß zu handeln, bis wir an den Ort
gelangen, an dem uns der Herr eine Bleibe in der Vollendung verheißen
hat.
In unseren Reihen haben wir auch Priester und Ordensleute, bei denen wir um
Rat und Hilfe bitten können, wenn wir Fragen oder Probleme haben Diese
Bundesbrüder helfen uns auch weiter, wenn wir religiöse Veranstaltungen
planen, ein Messe feiern wollen oder eine Gesprächsrunde organisieren
möchten.
Patria
Unsere irdische Heimat heißt Österreich. Man muss nicht Staatsbürger
sein um bei Danubia Mitglied zu werden, es genügt sich zu unserem Land
zu bekennen. Für unsere Mitglieder ist es eine Selbstverständlichkeit
die staatsbürgerlichen Pflichten wahr zu nehmen und nicht wenige von
uns bringen sich weit mehr als unbedingt erforderlich in unserer Gesellschaft
ein. So haben wir Milizoffiziere, Angehörige von ehrenamtlichen Hilfsorganisationen,
Pfadfinder- Ministranten- und Jungscharführer in unseren Reihen. Unsere
Studentenverbindung ist parteipolitisch unabhängig.
Scientia
Lebenslanges Lernen. Schulische und universitäre Ausbildung sind für
uns wichtig, noch wichtiger aber ist der Grundsatz des lebenslangen Lernens
in wissenschaftlicher Art, in dem unsere Wissbegierde zum Ausdruck kommt.
Das bedeutet nicht, dass wir lauter „Wunderwuzzis“ sind, sondern
nur dass wir bei erreichten Zielen nicht stehen bleiben wollen, keine „Fachidioten“
sein möchten, sondern für uns der Typus des Universalgelehrten das
angepeilte Ziel darstellt.
Amicitia
Lebensfreundschaft. Niemand macht sich bei uns so einfach aus dem Staub. Ob
jung, ob alt – wir sind einander ein Leben lang verbunden. Diese Verbundenheit
kommt bei uns durch den Gebrauch des bundesbrüderlichen „Du“
zum Ausdruck, welches zwischen allen Bundesbrüdern, vom jüngsten
Gymnasiasten bis zum ältesten Universitätsprofessor, gepflogen wird.
Wie du einer von uns wirst
Mit dem Unterschreiben des Aufnahmegesuchs beginnt deine Probe(„Fuchsen“)zeit,
die dazu dient, sich gegenseitig kennenzulernen. Du kannst dir einen Namen
aussuchen und wirst ab dem Zeitpunkt deiner Aufnahme als z.B.: Apollo, Jupiter
oder Asterix angesprochen. Auch wählst du dir ein Vollmitglied, das dir
bei allen Schwierigkeiten zur Seite steht. Dies ist dein Leibbursch – und
wird es für immer bleiben.
Während deiner Zeit als Probemitglied („Fuchs“) machst du bei allen Veranstaltungen
mit und wirst von einem eigenen Betreuer („Fuchsmajor“) in die Geheimnisse
unserer Welt eingeweight. Schon seit 1980, als die „Danubia“ enormen Zulauf
bekam, sind wir ein Treffpunkt junger Schüler, für die Stubenhocken und
Diskolärm nicht die einzigen Mittel zur Freizeitgestaltung sind. Unsere
fidelen Feiern nach altstudentischen Gebräuchen wirken auf Neulige zwar
recht oft seltsam und ungewohnt, locken aber zahlreiche Gäste in unser
Verbindungslokal („Bude“).